Gerecht oder nicht
geschrieben am: Saturday, 16. May 2009, 00.41 Uhr
So. In fünf Stunden und 31 Minuten muss ich wieder aufstehen. Gut, ich muss nicht aufstehen, ich will dann aufstehen, damit ich den Zug erreiche, der mich mitnimmt. Er muss mich mitnehmen, ich habe reserviert, obwohl ich bewaffnet sein werde. Mit Schreibgeräten. Weil ich schreiben will. Natürlich. Geburtstage sind mir nicht wichtig, dieser dann aber doch schon und deshalb will ich auch vor Ort sein. Ich weiß gar nicht, ob das zu meinen Pflichten gehört, aber ich finde, das gehört sich einfach so. Ob nun mit oder ohne Geschenk, das ist dann mal egal.
Ich habe nie behauptet, dass es einen Gott gibt. Auf mich hört ja auch ohnehin niemand. Und wenn es einen Gott gäbe, dann wäre er auch nicht gerecht. Gerecht ist wiederum gar nichts, es rächt sich höchstens alles irgendwann. Heute Abend in Wedel war es fein und nett und lustig und es war gerecht. Gemeinsam mit den Feuerbrüdern muss ich dort noch einmal hin, das macht mehr Sinn als alles andere. Jawohl. So, und jetzt sind es nur noch fünf Stunden und 26 Minuten, während die Pelztochter fortwährend versucht, mich vomn Schreiben abzuhalten. So kann ich hier nicht zum Ende kommen, gleichwohl ich auch gar nicht müde bin. Das ist das Dumme, das ist wirklich ärgerlich. Ich bliebe am liebsten wieder bis drei Uhr wach. Oder bis vier Uhr. Dann schliefe ich aus und ließe mich vom Zug abholen. Hier, direkt vor der Haustür. Das käme mir sehr gelegen. Ich versuche es jetzt einfach mal mit dem Einschlafen, dann sehe ich ja, was gelegen kommt und was nicht. Hauptsache, ich höre den Wecker und baue ich dabei nicht in meinen Traum ein.
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