Ich mag Technik nicht, die mich nicht begeistert. Vor allen Dingen mag ich Technik nicht, die nicht funktioniert. So macht es tatsächlich keinen Spaß. Mensch, jetzt soll ich alles noch einmal schreiben? All die Gedanken, die Ideen und Randbemerkungen, all die wertvollen Spaziergänge in meinem Kopf? Wirklich? Warum? So etwas nervt. Ein wenig. Und momentan sogar noch etwas mehr. Nein, das macht mich müde. Mensch.
Jaja, der Bass. Ich bin beeindruckt. Tief beeindruckt. Sehr tief, mehr als eine ganze Oktave tiefer beedindruckt. Das habe ich mir verdient und es macht zu allem Überfluss auch noch immens viel Spaß, im tonalen Keller herumzuhüpfen. Gute Ideen sind im Gepäck, es geht immer weiter vorwärts. Auch mit den Feuerbrüdern. Ja, dort ja ohnehin. Alles andere ja auch, ich bin mehr oder minder fast begeistert. Es ist alles gut, wirklich. Es könnte auch wunderbar sein, aber ich will mir etwas Luft nach oben reservieren. Für später. Irgendwann. Wer weiß, wann das kommt.
Ach ja, da habe ich eine schwere, gewichtige und wichtige Kamera, fotografiere aber momentan am liebsten mit dem mobilen Telefon. Es ist letztlich so, wie ich es zu Beginn des Fotografierens lernte: Nicht die Technik macht die Bilder, es ist der Mensch. Und das große Gerät kann ich nicht immer dabei haben, das wird mir auch zu gewichtig, zu wichtig. Aber das tragbare Telefon ist ein brauchbarer Gegenstand geworden. Für mich. Mögen alle die Qualität verurteilen, ich mag die Emotionen und die Resultate ohnehin.
Und dann plötzlich sind sie da. Sie tauchen aus dem Nichts auf, sie fragen nicht, sie sind einfach da. Einfach. Als wäre alles ganz einfach. Es warten schon so viele, viel mehr können das nicht sein. Aber wenn wir abends schlafen gehen, dann sind wir ganz allein. Und in den Fenstern gegenüber siehst du die Zweifler, die an nichts glauben, nicht einmal an sich selbst. Die zerkratzen deine Bilder, deine Augen, deine Seele, die schenken nichts, nicht einmal ein Lächeln. Und die sind witzig, so unglaublich witzig. Die sind so gescheit, die wissen wie man lebt und was man aus sich macht. Die wissen, was richtig und was falsch ist, die wissen es, weil die selbst alles richtig machen. Da möchte ich doch am liebsten aufspringen und mir selbst gratulieren, dass ich die gar nicht kenne.
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