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<title>www.schriftstehler.de</title>
<pubDate>Tue, 23 May 2006 22:15:47 +0200</pubDate>
<link>http://www.sengbusch.com/</link>
<description>Diese Seite wird mit PostNuke betrieben</description>
<language>de-de</language>
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 <title>www.schriftstehler.de</title>
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<title>Wenn mal etwas nachlässt</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=606</link>
<description>(...)
Wenn ich vollgedröhnt bis oben
Mit reichlich Kaffee oben drauf
(...)
Extrabreit - Es tickt

Gut, der Kaffee fehlt, ja, er ist sogar ärztlich untersagt. Tee auch. Gut, dass ich Wasser so gern mag. Die Betäubung lässt nach, der Schmerz kommt langsam durch. Wundschmerz. Der zweite Zahn binnen vier Tagen und wenn ich diesen Schnitt halten kann, dann bin ich in knapp 100 Tagen endlich zahnlos und kann mein Essen lutschen. Hu. Spannend. Nein, so weit wird es nicht kommen und vorerst herrscht nun hoffentlich Ruhe im Unterkiefer. Mehr kann ich jetzt auch nicht verkraften, die Unruhe im Mund raubt mir alle Ideen und Bilder, so kann ich gar nichts machen, außer an der Xbox zu sitzen. Hm. Morgen Abend habe ich einen Fotoauftrag, da brauche ich einfach einen klaren Kopf. Es gibt also wieder I-Pillen und es ist gut, dass mir da Suchtgen fehlt. Schlafen und den Schmerz vergessen, morgen aufwachen und etwas klarer im Kopf sein. Das ist gut. 

Zu viele Zähne sind auch gar nicht gesund. 

So. Ich ziehe mich jetzt mal zurück, ich bin noch vollkommen malade. Ein schönes Wort. Weit vor Mitternacht, ich werde noch zum Lichtwanderer und schwöre der Dunkelheit ab. Nein, nicht, ganz sicher nicht. Die Nacht kommt wieder zu mir, wenn die Schmerzen gegangen sind. Und jetzt ist Ruhe im maladen Kopf. Chemie-Ruhe. </description>
<pubDate>Tue, 23 May 2006 22:15:47 +0200</pubDate>
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<title>Wer klopft da?</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=605</link>
<description>Mehr Nerven kann mich nichts kosten. Gar nichts. Meine Zähne verkaufe ich an den nächsten Menschen, der sie haben will. Grausam. Gibt der eine Zahn Ruhe, meldet sich ein anderer. Muss das sein? Nein. Habe ich einen Wunsch frei? Nein. Wirklich nicht? Nein. Gut, dann wünsche ich mir, keine Zähne mehr zu haben. Oder eine Immunität gegen die Schmerzen. Oder einfach andere Zähne, die vollkommen intakt sind und es auch bleiben. Aua. Das ist weder witzig noch zum Weinen, es ist anstrengend. Vielleich reagiere ich auch einfach überempfindlich und sollte mich die kommenden zwei Wochen von Schmerzmitteln ermähren. Aber dann die mit D., damit ich auch wirklich benebelt bin. Mensch, das muss nun wirklich nicht sein. Aua. Noch einmal. Hu. So kann ich weder denken noch irgendetwas anderes machen, plötzliche Schweißausbrüche und ein Pochen, dass ich fast Einlass gebieten möchte. Aber es will ja niemand rein, es muss wohl noch jemand raus. Mist. Mist. Das Kapitel Zähne ist für mich erledigt. Gute Nacht. Nein: Nacht.</description>
<pubDate>Mon, 22 May 2006 22:37:37 +0200</pubDate>
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<title>Wenn es sein muss</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=604</link>
<description>Hm. Bei diesen Schmerzmitteln gibt es doch deutliche Unterschiede. Von diesen Pillen mit D. war ich immer so angenehm benommen, dieses Zeug mit I. zeigt bei mir keine Wirkung. Oder diese Dinger sind so geschickt verarbeitet, dass ich es gar nicht merke, wenn die Wirkung einsetzt. Hm. Schade, dieses Gefühl, vollkommen benebelt zu sein, vermisse ich etwas. Wirklich schade. Ich glaube, beim nächsten Mal bestehe ich darauf, die D-Variante verschrieben zu bekommen. Wenn schon, dann bitte auch das volle Programm für mich, meine gelichteten Zahnreihen und meinen Kopf. So ganz wohl ist mir in meiner Mundhöhle noch nicht, die Genesung wird noch etwas dauern. Und deshalb, ja, genau, wie sollte es anders sein, bleibe ich um der Sicherheit Willen zu Hause. Kein Berlin, ich habe ja auch keinen Koffer dort. Aufgeschoben, nur aufgeschoben. Die Gedankenschwester erwies ihrem Namen alle Ehre, indem sie einfach verstand und mit mir zusammen auf den Juni lauert. So ungefähr. Juni. Ist ja schon bald. Hm. Na, bis dahin habe ich auch meine Zähne wieder im Griff. Oder das, was davon übrig ist. 

Die Gleichgesinnte leidet. So grausam und Mitleid erregend klang ihre Stimme am Telefon bislang noch nicht. Furchtbar. Ich kann da nun wenig tun und wenn ich mich jetzt ansteckte, dann wäre das sicher nicht sonderlich lustig. Sicher nicht. Aber ich fühle mit und mir tut es wahrlich leid, ändern kann ich jedoch nichts.

Manchmal mag ich meine schwachsinnigen, vollkommen unüberlegten Aktionen. Nicht immer, aber manchmal. Wenn ich zum Beispiel etwas kaufe, was unwichtig und teuer ist, ich dafür aber auch gar kein Geld habe. Nur Plastik. Hinterher bekomme ich dann Schweißausbrüche, jetzt auch noch und der Samstagnachmittag liegt schon mehr als 24 Stunden zurück. Dumm, Herr Sengbusch. Irgendetwas muss es wohl sein. Verstehen kann ich mich nicht, weil es neben der unlogischen Komponente auch noch das Gefühl gibt, das eifrig den Kopf schüttelt. Eifrig. Heftig. Bauchschmerzen. Und warum mache ich es trotzdem? Ich habe keine Ahnung, wirklich nicht. Es gibt noch immer einige Dinge an mir, die ich nicht verstehe. Nicht ein bisschen. Vielleicht einen Bruchteil, gut. Mehr aber auch nicht. Und ich habe jetzt Hunger - das wäre eine sinnvolle Investition am Samstagnachmittag gewesen. Brot für Armin. Stattdessen gab es Futter für die Augen. Hm. Na, jetzt ist es gleichgültig, die Vergangenheit kann nicht mehr ändern. Und in der Zukunft bin ich dann wieder genau so unvernünftig. So gut kenne ich mich schon. 

Die Gedankenschwester erklärte, sie sei bekennender Stubenhocker. Hm. Ich gehe noch etwas weiter und bezeichne mich als passionierten Stubenhocker. Ohne Einschränkungen. Mein Leben findet am liebsten innerhalb der vier Wände statt, wenn ich frische Luft brauche, dann öffne ich das Fenster. Dabei sind mir die Spaziergangfreunde und Kneipenfanatiker gar nicht suspekt, aber sie werden es sehr schnell, wenn sie versuchen, mich dazu zu bewegen, es ihnen gleich zu tun. So schrieb mir kürzlich jemand, es sei doch langweilig, den ganzen Tag im Haus zu verbringen. So lange in meinen Kopf Bewegung herrscht, es ist nirgendwo langweilig für mich und ist in meinem Kopf Bewegung, dann brauche ich vor allen Dingen Ruhe. Nach der Bewegung brauche ich dann noch mehr Ruhe. Und noch mehr. Mehr Nachdenken. Mehr Ruhe. Ungefähr. Ein Rezept gibt es da nicht. Stubenhocker. Ich habe schon als Kind nicht begriffen, was daran so verwerflich sein soll. Und jetzt weiß ich es immer noch nicht. Immer noch nicht. Nein. Hm. 

Mein Mund schmeckt komisch. Bah. Blut ist lecker, aber dieser Zustand ist nicht lustig. Und nicht lecker.

Grüße. An AltA mit dem Dank für die Fürsorge. An die Pelztochter und ihre Nähe. An meinen schleichenden Wahnsinn. An Frau H. und den prognostizierten Lottogewinn, an die Gedankenschwester und die Untragbarkeit des Seins, an Berlin und an die Gleichgesinnte im Leid - trotzdem ist heute ein Tag zum Feiern. Und jetzt ist mal Ruhe an der Tastatur, ich brauche noch etwas Kopfkino, damit ich schlafen kann. Ruhe für den Stubenhocker. </description>
<pubDate>Sun, 21 May 2006 23:29:32 +0200</pubDate>
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<title>Immer raus damit</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=603</link>
<description>Vier Tage Qual. Hm. Es waren sicher mehr als vier Tage, aber in den vergangenen Tagen wurde es immer anstrengender. Aber jetzt ist Schluss, der Pein ist ein Ende gesetzt. Radikal, so wie ich es gern mag. Der Zahn ist draußen, wieder einer weniger, der mich auf dem Weg durch die Zeit aufhalten könnte. Ich bin für radikale Lösungen, ich kann auch spüren, wenn ich Abschied nehmen muss. Von einem Zahn. Aua. Fast 70 Minuten Mundhöhlenkämpfe, die Wurzeln des Übeltäters waren lang und verbissen im Kampf. Die Betäubung ist noch immer da, was für ein Glück. Ich weiß gar nicht, wie viele Spritzen es ingesamt waren. Vier? Fünf? Sechs? Drei feine Pillen für die Nacht, ich habe in jedem Fall erst einmal Ruhe. Und eine Lücke in der Zahnreihe. Pech. Aber vorbei, vernäht, bald vernarbt - und Stille im Kopf. Die Woche mitd em Zahn war anstrengend und diffus, ich lege mich jetzt erst einmal hin, mansche mir ein paar Kartoffeln zurecht und versuche mich abzulenken. Wenn der Schmerz kommt, dann schlucke ich Pillen und dann kommt auch der Schlaf. Fein. Gut. Dafür gibt es dann eben keinen Sport an diesem Wochenende, ich kann nicht alles haben. Alles andere dann morgen, ich habe noch Gedanken aufzuholen und niederzuschreiben, jetzt kann ich auch wieder daran denken. Gut so. Und das Ding ist raus. Danke.

Kurze Grüße. An die Gleichgesinnte und den Höhenflug und an C. für das Zerstückeln und Entfernen. Endlich Ruhe. </description>
<pubDate>Fri, 19 May 2006 20:07:44 +0200</pubDate>
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<title>Ich bin nicht da</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=602</link>
<description>Heute nicht. Ganz sicher nicht. Der Tag ist mir gestohlen worden. Ich habe es vermutlich selbst getan. Und ich bin wirr. Heute. Noch schlimmer als sonst. Anstrengend. Verwirrend ist es, zwischen zwei Menschen zu sitzen, die nicht miteinander reden können, aber trotzdem Worte austauschen wollen. Spannungen, die ich gar nicht spannend finde. Nein. Das sind Schwingungen, die in mir Wellen auslösen und diese Wellen zerstören dann kleine Gedankendörfer an friedlichen Stränden. Ich wollte heute Abend noch etwas arbeiten, aber das konnte ich nicht. Zerstört im Kopf. Aua. Und ich bin lustlos. Morgen vormittag noch ein Gespräch, aber das wird angenehm verlaufen, das weiß ich schon jetzt. Hm. Die Woche ist schon so mit Daten und Terminen gepflaster, das macht mir schon wieder Angst. Nein-nein, nicht direkt Angst, aber ich vermisse die Ruhephase in dieser Woche. Wenn ich in der kommenden Woche nach Berlin fahre, dann möchte ich vorher noch mal meinen Kopf treiben lassen. Vorher. Das wird knapp. Sehr knapp. Es wird schon schwierig genug, einen Abend für die Gleichgesinnte und mich zu finden. Schon das ist schwierig. Einen Abend nur für mich zu finden, das ist momentan noch komplizierter. Glaube ich. Zumindest weiß ich, dass ich jetzt ins Bett gehe, ich mag nicht mehr schreiben und schon gar nicht mehr nachdenken. Schluss jetzt mal. Ich wünsche mir einen leeren Kopf, genug Dunkelheit und viel Ruhe. Für das meiste kann ich selbst sorgen - wenn ich im Bett bin. Gute Nacht, Herr Sengbusch. Ja.</description>
<pubDate>Mon, 15 May 2006 23:16:01 +0200</pubDate>
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<title>Zeitpunkte</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=601</link>
<description>Frei nach dem Gefühl. Immer. Ich finde es großartig, wenn sich die Dinge entwickeln, weil ich ihnen die Zeit gebe. Etwas zu forcieren liegt mir einfach nicht, einiges muss geschehen, einiges wird geschehen und auf viele Dinge habe ich nur geringen oder gar keinen Einfluss. Das klingt schon wieder so fatalistisch, Herr Sengbusch. Hm. Ist das so? Im Grunde genommen ist das gar nicht so schlimm, die ewige Jagd nach den Dingen, die verändert werden müssen, machen mich momentan müde. Im Kopf. Oh, es geht dann nicht darum, dass ich Buch schreiben will und darauf warte, dass das von selbst geschieht. Nein. Es gibt einfach für alles einen Zeitpunkt, denke ich. Einige Dinge ergeben sich. So wie der Literaturagent. Oder die erste Ausstellung. Irgendwann kommt es einfach, irgendwann ist der Kontakt da. Einfach so. Das war schon immer so und auch wenn ich mich nicht darauf verlassen werde, so weiß ich, dass einige Wege einfach vorgezeichnet sind. Ja. Sind sie. Vielleicht bewegen sich andere Menschen schneller, aber das ist ihr Tempo, ihr Weg. Jeder macht das, was er will und glaubt, dass es das Richtige ist. So wie ich. Im Nachhinein ist dann immer alles falsch, weil mit der Erfahrung auch die Sichtweise auf die Dinge sich verändert. So wie ich kürzlich über Umwege hörte, dass mir jemand gern bei meiner Zeitung geholfen hätte, wenn ich ihn nur gefragt hätte. Ich glaube an die guten Absichten der Menschen, aber wenn er hätte helfen wollen, dann gab es genug Möglichkeiten, sich anzubieten. Ah, ich vergas: Die Menschen wollen gefragt werden. Zumindest ist das bei einigen Menschen so - und mit diesen Personen werde ich meistens nicht warm. Nein. Der Zeitpunkt kommt oder er kommt nicht, im Nachhinein wissen alle, wie es hätte besser sein sollen - und gerade was die Zeitung anbelangt, so bin ich jetzt davon überzeugt, dass ich alles richtig gemacht habe. Vor allem jetzt, wenn ich spüre, dass sich die Dinge so entwickeln, wie es für mich gut ist. Mein Beitrag ist die Qualität. Glaube ich. So bekomme ich an diesem Wochenende wieder vier Fototermine sicher nicht grundlos. Denke ich. Alles ergibt sich, alles findet sich. So wie die Internetseite, die immer mehr Gestalt annimmt und langsam das widerspiegelt, was ich mir vorstelle. Langsam. Alles braucht seine Zeit, es gibt für alles einen Zeitpunkt. Ganz sicher. 

Und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um noch ein wenig den Mond zu betrachten. Vielleicht finde ich dann noch Ruhe und kann einschlafen. Irgendwann. Gute Nacht, Herr Sengbusch.</description>
<pubDate>Fri, 12 May 2006 23:53:10 +0200</pubDate>
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<title>Erscheinungen von Auflösung</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=600</link>
<description>Die Tage begrüßen mich freundlicher. Viel freundlicher. So freundlich, dass auch ich immer freundlicher werde. Eine gewisse Form der Wechselwirkung. Denke ich. So langsam löst sich alles auf: Die kleinen Probleme, die kleinen Ärgernisse und die Nebelschwaden um mich herum. So langsam. Die Gedanken kehren wieder, die ich schon als vermisst melden wollte. Aber wo hätte ich das auch tun sollen, keine Polizeidienststelle, kein Fundbüro nimmt Gedanken entgegen und ganz sicher keine Suchmeldung danach. Letztlich geht ja nichts verloren, vermutlich waren die Gedanken nur spazieren. Oder sie wollten mal aus meinem Kopf in die weiter Welt, was weiß ich schon. Nicht viel. Und so, wie ich mich heute tagsüber gefühlt habe, ja, genau so könnte es nun weiter gehen. Endlich wieder ein fast endloses Spiel mit der Gitarre, großartige Ideen und Harmonien, neue Akkordfolgen, die ich umsetzen werde. Noch keine Texte, aber die Töne klingen in meinem Kopf und das ist schon ein guter Anfang. Außerdem ist der Satireband so ganz nebenbei fertig geworden, AltA hat das provisorische Exemplar bereits bekommen. Ganz nebenbei. Vielleicht füge noch ein paar Fotos ein, das weiß ich noch nicht. Der Fundus ist groß genug, um einen ganzen Bildband mit Inga und mir zu machen - mal sehen, was mir da noch einfällt.

Sehr ungewöhnlich. Ich habe mich heute nach dem Duschen zum Trocknen in die Sonne gelegt. Auf den Balkon. Auf den Sonnenstuhl. Zehn Minuten später durfte ich mich schon wieder anziehen, die Sonne ist ein gutes Handtuch, wenngleich ich von mir sehr überrascht bin und es auch war, immer wieder den Kopf schütteln musste. Hu. An zwei aufeinander folgenden Tagen war ich der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, mit dem Vampirdasein scheint es vorbei zu sein, vermutlich bin ich doch tageslichttauglich. Oder meine Haut ist es. Am Ende bekomme ich noch Farbe im Gesicht. Oder an den Armen. Keine vornehme Blässe mehr. Quatsch, ich mag meine weiße Haut und werde es nicht begreifen, warum die Menschen ihre Haut so sehr gerben lassen. Hm. Nein-nein, die Sonnenzeit reicht nun aus, mehr gibt es in dieser Woche nicht. Schluss.

Endlosschleife heute: Pressure - Gary Numan

Es gibt Menschen, die werden wütend, weil etwas passieren könnte. Seltsam. Langzeitfreundin C. erzählt mir eine grausame Geschichte, die ich immer noch nicht glauben kann. Männer sind mitunter seltsame Geschöpfe. Unfassbar. Kinder begreifen mehr, als sich die Menschen denken können, als sie sich vorstellen. Gedanken- und gewissenlos, vorsätzliche Zerstörung einer Zukunft. Verstehen kann ich solche Aktionen nicht, am eigenen Leib habe ich sie erfahren und verdränge sie gern genug, um sie nicht durch andere wecken zu lassen. Kopfschütteln. Heftig. Vielleicht fallen die Gedanken dann durch irgendeine Öffnung nach draußen. Einfach so. Unglaublich und unfassbar.

Grüße? Ja. An die Gleichgesinnte und an AltA, an das Langzeit-C und an meine nimmersatte Katze. Hm. Und an Inga, ganz sicher: Bald gibt es kein Zurück mehr, meine Freundin wird so real wie das Buch, in dem sie vorkommt. Wie schön.</description>
<pubDate>Thu, 11 May 2006 22:25:02 +0200</pubDate>
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<title>Siebenunddreißig oder Achtunddreißig</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=599</link>
<description>Der Wald ist eine Pracht und wenn ich ganz ehrlich bin, dann macht mir das Wetter bis zu einem gewissen Grad Spaß. Viel wärmer darf nun wirklich nicht mehr werden, aber das lässt sich sicher nicht verhindern. Die Eichen beginnen grün zu werden und das Ganze sieht so unglaublich aus, dass ich mich vollkommen berauscht fühle. Beinahe wäre ich vorhin mit der Gitarre vom Balkon gesprungen, um im Wald zu baden. Nein. Der Aufprall wäre mehr als eine Ernüchterung und die Gitarrenfreundin hätte es vermutlich nicht überlebt. Hui Buh und ich liegen in der Sonne und genießen die Ruhe - auch wenn irgendwo jemand seine Kreissäge benutzt. Ah, er hat aufgehört, ich glaube, es gibt so etwas wie Mittagsruhe. 

Hu. Ich glaube, es geht mir wirklich gut - abgesehen von den wiederkehrenden Allergie-Attacken. Ich kann mich spontan nicht daran erinnern, wann ich zuletzt in der Sonne gelegen habe. Hm. Ich gehe auch gleich wieder in den Schatten, aber ein paar Momente im Freien sind auch für mich ein Genuss. Aber alles in Maßen. Hui Buh wird es auch schon zu warm, sie verkriecht sich unter dem Liegestuhl - aber sie genießt. Puh, was für ein Tag, was für ein Fest für meine Gedanken. Ich denke, heute Abend kann ich unbeschwert und unbesorgt ins Kino eilen und mich vom Film überraschen lassen. Ganz entspannt. Vollkommen. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun, unter anderem denke ich darüber nach, ob es 37 oder 38 Satiren werden. Hm. Die 38 hätte den deutlichen Vorteil, einen aktuellen Bezug zu haben, die 37 wäre einfacher, weil ich dann nicht noch eine weitere Geschichte überarbeiten müsste. Schwierig. Das eine ist mein Perfektionismus, das andere meine Faulheit - die Entscheidung liegt auf der Hand, aber meine Faulheit nutzt sämtliche Veto-Rechte.

Ich muss niesen. Gesundheit, Herr Sengbusch. Danke, das kann ich gebrauchen.

Wo war ich? ach, bei der Faulheit. Vielleicht ist es auch vernünftig, nicht zu viele Geschichten in diesen Band zu packen, vielleicht reichen 37 Satiren einfach aus. Hm. Ich werde mal die Geschichte überarbeiten und dann abwägen, ob  die Qualität ausreicht, um sie noch auf den Seiten unterzubringen. Genug Lesestoff ist in jedem Fall vorhanden, ob nun 37 oder 38 Texte.

Das neue Layout-Programm ist einmalig, ich bin wirklich ganz hingerissen. Die Arbeit hat eine neue Qualität und Dynamik bekommen. Hm. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich wieder etwas Neues in den Fingern habe, da macht mir die Arbeit dann immer Spaß. Sobald der Reiz des Neuen verfliegt, tritt dann auch schnell die Langeweile an seine Stelle. Bei mir. Ich bewundere dann immer die Menschen, die täglich ähnlichen Arbeitsabläufen folgen, ohne dabei zu klagen. Diese Menschen sehen das als vollkommen normal an, ich empfinde es als besonders. Weil ich es nicht kann. So. Aber das ist das alte Thema: Die anderen machen immer großartige Dinge, die eigene Arbeit ist normal und unspektakulär. Denke ich.

Hm. Der Rest des Tages gehört jetzt dem Satireband, am Freitag will ich Alta das Manuskript geben, damit sie ihre prüfenden Augen darauf wirft. Bis dahin will ich nun noch die Geschichte umschreiben. Und der Platz an der Sonne ist auch erst einmal gestrichen. Guter Tag, Armin? Ja, es ist ein guter Tag.</description>
<pubDate>Wed, 10 May 2006 12:59:46 +0200</pubDate>
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<title>Hintergrund und Geräusche</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=598</link>
<description>Ich bin mir noch nicht sicher, aber ich glaube, ich brauche Geräusche, um meine Ruhe haben zu können. Klingt schön, finde ich. Lärm für die Ruhe. Fast den ganzen Abend läuft nun schon das Menü von der DVD &quot;Stirb langsam II&quot;, eine diffuse Mischung aus Klängen, Rauschen und Sprachfetzen, die sich ständig wiederholen. Immer wieder. Mich beruhigt das und ich habe keine Ahnung, warum das so ist. Einschlafen könnte ich dabei nicht, das weiß ich. Wobei ich mit Musik immer einschlafen kann, bevorzugt mit meinem Helden im Ohr. Aber zum Arbeiten ist dieses Hintergrundgeräusch perfekt. Perfekt. Absolut. Dabei habe ich es so ganz nebenbei geschafft, dass das Titelblatt für den Satire-Band druckreif ist, am Freitag ist die Rohfassung des Buches fertig und dann geht es an den letzten Schliff. Mit der Veröffentlichung im Mai wird es daher wohl nichts mehr, aber immerhin schaffe ich den Juni, das ist schon nicht schlecht. Denke ich. Und sobald das Werk auf dem Weg in die Druckerei ist, stelle ich auch den Einband hier auf die Seite. Das habe ich bei den Regentränen auch schon gemacht, mir gefällt diese Idee. 

Diese Sache mit dem Schlafen nervt mich langsam. Langsam. Wenn es nach mir ginge, dann bewegte ich den kleinen Finger, schlösse die Augen und erholte mich. Gern auch mit passablen Träumen. Stattdessen liege ich im Bett und warte auf irgendetwas. Auf irgendetwas. Auf den Schlaf. Auf die Nacht im Kopf. Oder auf Stille in den Gedanken. Pause. Leise werden. Schon seltsam, wer und was sich in diesen Momenten alles meldet. Immer wieder beneide ich dann die Menschen, die sich ins Bett legen und einfach einschlafen. Einfach einschlafen. Ein Buch lesen. Einen Film sehen. Einschlafen. Hm. Bei mir klappt das nicht, ich bin eine Fehlkonstruktion. Ich kann auch nicht schlafen, wenn der Mond mir zusieht. Nein, das geht nicht, das Licht ist viel zu schön. Und ich kann am Schreibtisch noch so müde sein, wenn ich im Bett bin, dann bin ich wach. Klick. Irgendetwas stimmt da nicht, vielleicht muss ich das Bett verschieben. Eine ganz neue Position für die Schlafstätte, irgendetwas anderes, irgendetwas, dass für Entspannung in mir sorgt. Wie das funktionieren soll, weiß ich auch nicht. Aber ich werde es schon noch herausfinden.

Ein paar Grüße. Nur ein paar. An AltA, an K. in Kiel - so ist das Leben - und an die Berliner, die ich bald besuche. An meine einzige und wahre Katze, an den Mond und an all die Schlaflosen, die sich darüber wundern, dass sie noch wach sind. Mir geht es genauso.</description>
<pubDate>Mon, 08 May 2006 23:58:24 +0200</pubDate>
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<title>Die magische Zahl</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=597</link>
<description>Hm. Ein kleines Fiasko. Ein kleines, wohlgemerkt. Eigentore sind nichts ungewöhnliches und meines gestern auch nicht. Die Ergebnisänderung war minimal, das Spiel ohnehin längst gewonnen - dennoch hat es mich geärgert, keine Frage. Wesentlich mehr geärgert habe ich mich vorher über andere Dinge, aber da gibt es sicher auch wiederum zwei Sichtweisen, die meine ist nur ein kleiner Teil und nicht so wichtig. Nicht so wichtig, nein. Dafür hat mich der Springer-Verlag davor beschützt, dass ich auch noch am Sonntag gegen den Ball trete, denn für dieses Wochenende bin ich vollends mit Terminen eingedeckt und muss die Fahrerei planen. Die magische Zahl. Schön. Wirklich. Mal abgesehen vom finanziellen Aspekt. Es gibt wieder genug Luft für Fotos, neue Menschen, neue Perspektiven und die Erweiterung meines kleinen Horizontes. Fein. So kann es gern weitergehen, denn dann brauche ich mir in den Nächten nicht mehr den Kopf auseinander zu schrauben oder zu schreiben und kann mich wieder dem Schlaf widmen. Ein wenig davon habe ich mir auch verdient; mal sehen, wie es heute Abend aussieht. Hu. Und jetzt muss ich los, die Akkus sind geladen, die Arbeit kann beginnen.</description>
<pubDate>Sat, 06 May 2006 13:57:39 +0200</pubDate>
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<title>Zur Inspektion</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=596</link>
<description>Dieses Wetter ist die Pest. Für mich. Ich warte auf den Regen, aber es bleibt blau und trocken, die Welt sieht sich gern in der Sonne, ich liege noch immer unter der Decke und schließe die Augen. Smi fragte gestern, wie viele Nächte es noch bis zum November seien - es sind zu viele. Mir reicht momentan auch schon der September, ich will nur dem Frühling entkommen, der plötzlich und fast zwanghaft einsetzenden Heiterkeit und dem Liebesdurst. Ich habe nichts gegen die gute Laune, ich empfinde es nur als seltsam, sie auf die Jahreszeit Frühling und das Weihnachtsfest zu reduzieren. Vermutlich ist es bei mir genau andersherum, ich bin an all den anderen Tagen gut gelaunt, nur eben nicht im Frühling. Oder an Weihnachten. 

Nach der gestrigen Nacht bin ich noch müde, ein langer Abend mit Frau H., großartigem Essen und zahllosen mysteriösen Folgen. Ich glaube, ich war um fünf Uhr im Bett. Und geschlafen habe ich auch kurz darauf, wobei ich denke, dass mir momentan vier Stunden Ruhe einfach reichen. In der Zeit habe ich Träume und kann mich regenerieren, das ist für meinen Körper zurzeit wohl mehr als genug. Allerdings muss ich noch einen Rhythmus finden, irgendeinen. Alles ist eine Frage des Rhythmus', darauf baut sich alles auf. Denke ich. In diesem Jahr habe ich ihn noch nicht gefunden, den Rhythmus, ich bewege mich ruckartig und mitunter fast planlos. Vielleicht ist eine Sicherung durchgebrannt, vielleicht fehlt mir eine Schraube, vielleicht muss ich mal zur Inspektion und mich grundsätzlich überarbeiten lassen. Vielleicht bin ich überarbeitet. Hm. Ich weiß es nicht. Vielleicht sollte ich langsam mal aufstehen. Jetzt. Duschen und meine Schuhe suchen, mir einen Cappuccino schenken und meinen Kopf treiben lassen. Etwas Essen hätte ich auch gern, aber das kann ich auch noch heute Abend finden. Nach dem Spiel. Morgen Abend folgt zudem noch ein gemütlich und entspannter Abend mit Ally, das ist immerhin schon etwas, auf das ich mich freuen kann. Hm. Aber zur Inspektion sollte ich vielleicht wirklich mal gehen. Oder fahren. Aber auch dafür muss ich aufstehen. Und einen Rhythmus finden. Jetzt.</description>
<pubDate>Fri, 05 May 2006 12:46:37 +0200</pubDate>
</item>
<item>
<title>Hitzefrei</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=595</link>
<description>Bei diesen Temperaturen kann ich nicht denken. Ich kann mich nicht einmal bewegen. Und die Allergie. Hrmpf. Nein, so macht das alles keinen Spaß. Ich werde das Tageslicht mal wieder boykottieren und freue mich auf die Nacht und den Abend, wenn ich mit Frau H. die X-Akten durchforste. Mehr ist jetzt auch nicht möglich, mein Kopf platzt. Ich glaube, das Wasser kocht. Innen. Klar. </description>
<pubDate>Thu, 04 May 2006 17:24:52 +0200</pubDate>
</item>
<item>
<title>Gewonnen, verfolgt und im Schwung</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=594</link>
<description>Ein guter Tag, ein zweiter Eintrag. Ein schlechter Tag, ein Eintrag? Nein, aber ich bin gerade so im Schwung, habe das Montagsbild noch aus dem Ärmel geschüttelt: Nachdem ich ursprünglich etwas ganz anderes aufnehmen wollte, fiel mir dann die Feder mir der Feder in den Kopf. Ein Balance-Akt mit einem Trick. Es gibt immer einen Trick, für alles. Für das Leben auch. Mein Trick bleibt das Lächeln und wenn ich - trotz meiner Aversion dem Frühling gegenüber - den herrlichen blühenden Baum des Nachbarn sehe, dann schieben sich meine Mundwinkel ganz allein nach oben. Ohne, dass ich irgendetwas tun muss. So einfach ist das Leben. Trickreich, aber einfach. Denke ich. Klar, jeder Trick ist einfach, wenn ich ihn beherrsche. Mein Steuerberater meint auch, dass es eine ganz simple Sache sei, die Unterlagen für das Finanzamt zusammenzustellen. Für ihn ist es das, für mich nicht. AltA hat ein System für Ordnung, das in meinen Augen unerreicht ist - auch wenn ich alles wieder finde, so ist Ordnung doch etwas anderes als mein Chaos. Zum Beispiel. Für sie ist Ordnung kinderleicht, für mich eine fast unüberwindbare Hürde. Ein einfacher Trick, den ich nicht beherrsche. Aber ich kann lächeln. Immerhin.

Judith ist abgelöst, ich werde verfolgt: &quot;Haunted&quot; hat den Weg in die Endlosschleife gefunden, meine Liebe für meinen musikalischen Helden bleibt ungebrochen. Ich bin immer wieder von seiner Wandlungsfähigkeit überrascht, von der Art, wie Gary Numan die Lieder aufbaut, bin ich schlichtweg begeistert. Fast wie ein Marsch und die Gitarren klingen in meinem Kopf so wundervoll bösartig. Hu. Ich schwärme wie ein kleiner Junge - gut so. 

Ah, das erste Spiel habe ich hinter mich gebracht. Meine Annahme, dass ich als Aushilfskraft irgendwann unterstützend eingreife, erwies sich als Irrtum. Als ältester Spieler in der Startelf, 90 Minuten über den Rasen gelaufen - auch wenn das nicht mehr so zügig von statten geht, wie noch vor zwei Jahren. Pah, immerhin kann ich mich noch bewegen und habe die Spielzeit überstanden. Ganz so schlecht war ich auch nicht, wenn ich auch selbst - natürlich - nicht zufrieden war. Nun, wie auch immer: Es geht mir gut und bis Mittwoch bleibt noch genug Zeit, um mich zu erholen. 

So. Und jetzt ist Schluss. Ich bette mich noch nicht zur Ruhe, aber das Tagebuch hat nun genug Buchstaben gesehen und ich vergnüge mich noch ein wenig mit dem, was in mir ist. Ungefähr. Auch wenn ich manchmal wirklich keine Ahnung habe, woher all die Gedanken kommen. </description>
<pubDate>Mon, 01 May 2006 23:11:44 +0200</pubDate>
</item>
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<title>Judith und zu viel Pixel</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=593</link>
<description>Mein rechtes Augenlid zuckt. Mit Unterbrechungen. Ich habe gestern Nacht zu lange gearbeitet, der Blick auf die Monitore raubt mir noch mein Augenlicht. Irgendwann. Ich hoffe, es dauert noch ein wenig, bis die Dunkelheit kommt. Oder der Grauschleier, der mit keinem Waschmittel zu entfernen ist. Meinetwegen. Aber das Zucken ist schon recht lästig, ich fühle mich dann wie einer dieser Wahnsinnigen, die in den amerikanischen Filmen zum Messer greifen und wahllos auf Menschen einstechen. Oder wie Inspektor Dreyfus, wobei der sich am Ende ja auch noch selbst vernichtet hat. Na, wie auch immer: Mein Auge zuckt und ich bin ein wenig genervt. Vom Zucken. Von was auch sonst. Ah, von den Feiertagen zum Beispiel, diese zwanghaft freien Tage empfinde ich als lästig. Gut, es ist ungerecht, wenn ich, der ein Leben wie ein Vogelfreier führt, sich darüber ärgert, aber ich hätte heute gern einen Einkauf gemacht. Stattdessen liegt die Welt um mich herum in Gelee und mag sich nicht bewegen. Ein freier Tag, ein Feiertag. Hm. Aber ich werde mich heute noch bewegen, auf dem Rasen herumtoben und dem Ball nachjagen. Zum ersten Mal in dieser Woche, was angesichts des Wochenstarts auch nicht verwunderlich ist. Besonders ist daran allerdings, dass ich drei Spiele in fünf Tagen absolvieren werden. Puh. Viel. Wenn ich danach nicht die entscheidenden Gramm leichter geworden bin, dann kann ich mit dem aktiven Sport auch komplett aufhören und auf mentales Laufen umsteigen. Oder virtuelles Schwitzen. Irgendetwas in der Art. Mein verdrehter Finger schmerzt noch immer ein wenig und ich fürchte, dass die Schwellung nicht mehr komplett zurückgehen wird. Weiche zurück. Nein, das macht sie nicht, sie hört auch nicht auf mich. Vielleicht gebe ich ihr einen Namen, verbinde mich mit ihr, um mich dann zu trennen - am Boden zerstört wird sie mich dann verlassen. Vielleicht. Ah, ich schreibe Unfug.

Zum 167. Mal läuft Judith in der Endlosschleife und es werden noch ein paar weitere Umdrehungen hinzukommen. Noch einmal. Und noch einmal. 
Judith - a perfect circle

You're such an inspiration for ways
That I will never ever choose to be.
Oh so many ways for me to show you
How your savior has abandoned you.

Fuck your god.
Your lord, your christ
He did this,
Took all you had
And left you this way.
Still you pray, never stray,
Never taste of the fruit.
Never thought to question why.

It's not like you killed someone.
It's not like you drove a hateful spear into his side.
Praise the one who left you
Broken down and paralyzed.
He did it all for you.
He did it all for you. 
(...)
SO viel Kraft in diesen Zeilen und in den Klängen, das macht mir Spaß. Bitte nicht aufhören. Nein, die hören nicht auf, bis ich den entscheidenden Knopf drücke. Später. Jetzt nicht.

Hm. Das Montagsbild. Ich überlege gerade, ob ich mich auf dem Rasen in Bewegung fotografieren lassen. Hm. Macht das Sinn? Nein, im Grunde genommen nicht, ich möchte schon wissen, wie und was dabei heraus kommt, meine Vorstellungen von jemand anderem umsetzen zu lassen, nein, das gefällt mir nicht. Das wird auch nichts, ich ärgere mich hinterher. Ich weiß es vorher. Hm. Hinterher. Vorher. Ich werde nach dem Spiel ein Foto machen, dann sehe ich vermutlich so müde aus, dass ich mich nicht erkenne. Spannend. Und es passt zu meiner Stimmung. Ungefähr.</description>
<pubDate>Mon, 01 May 2006 11:49:39 +0200</pubDate>
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<title>Vier Stunden sind zu wenig</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=592</link>
<description>Es nervt. Mich nervt es. Ich bin müde. Ganz sicher. Ich möchte auch schlafen. Aber ich kann nicht. Kann ich nicht. Und das, obwohl ich in der vergangenen Nacht nur vie Stunden geschlafen habe, heute der Gleichgesinnten beim Umzug half und mich am Nachmittag in einer Sporthalle nach guten Bildern gesucht habe. Vier Stunden Schlaf sind wenig, viel zu wenig. Und dennoch kann ich nicht schlafen. Vielleicht kann es irgendjemand erklären, ich kann es nicht. Tausende von Gedanken. Tausende von Bildern. Tausende von Stimmen. Und alles in meinem Kopf. Bei dem Gewirr und dem Überfluss von Daten ist an Schlaf auch nicht zu denken. Ich bewundere die Menschen, die sich einfach ins Bett legen und einschlafen. Einfach so. Hinlegen und einschlafen. Ich liege schon seit 23 Uhr im Bett und es ist kein Schlaf in Sicht. dass ich gestern Nacht noch vier Stunden die Augen geschlossen habe, lag an meiner Vernunft, die mich dazu trieb. Ja, so war es. Gut, morgen, nein, heute kann ich ausschlafen, da ist es wirklich gleichgültig, wann ich einschlafe und wieder aufwache. Aber schlafen möchte ich dennoch. Oder zumindest so müde sein, dass ich an nichts anderes als an Schlaf denken kann. Ich probiere es jetzt noch einmal, nachdem es angefangen hat zu regnen. Das Geräusch ist Ablenkung und Beruhigung zugleich, vielleicht ja auch eine schlafpille. Wenn das der Fall ist, so muss ich in Zukunft wohl jemanden mit einer Gießkanne engagieren, der dieses Geräusch dann künstlich erzeugt. Sehr witzig. Noch ein Versuch. Einer. Mal sehen, was passiert.</description>
<pubDate>Sun, 30 Apr 2006 01:31:17 +0200</pubDate>
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<title>Grabreden und Flügelschläge</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=591</link>
<description>Ich finde es wirklich lustig: Während andere Musik brauchen, die von glücklichen Menschen erzählt, damit sich ihre Laune hebt, schwelge ich in den dumpfen musikalischen Gefilden, fühle mich wohl und beginne zu lächeln. So wie heute. Seltsamer Tag. Seit sechs Uhr wach, Gedanken schwere als Blei und ich kann damit weder in Milch noch in Wasser schwimmen, schon gar nicht in der Suppe, die ich mir für die Zukunft brauen will. Hui Buh erbricht eine halbe Stunde später ein Fellknäuel und schämt sich dafür, was uns beiden einen schwermütigen Morgen beschert hat, der nicht enden wollte. Ja, ich weiß, ich bin für mein Unglück selbst verantwortlich, deswegen schleife ich mich heute Abend mit dem letzten monetären Aufgebot in das Überraschungskino. Aber bis ich mich dazu aufraffen konnte, sind einige Minuten mit a perfect circle vergangen. Einige. Es waren Stunden. Es geht mir besser, ich habe gearbeitet und einiges bewegt, mein Kopf ist immer noch schwer, aber ich kann ihn tragen. Allein. Und Hui Buh ist auch nicht mehr pikiert, es kehrt Ruhe ein. Langsam. Am Ende ist immer alles gar nicht so schlimm, da komme ich mir fast lächerlich vor mit meinen Quengeleien, mit der Unzufriedenheit. Aber am Ende hat auch alles seinen Sinn, seine Berechtigung und ich denke, nein, ich bin mir immer noch sicher, dass der Weg, den ich beschreite, der richtige ist. Grundsätzlich ist das Gefühl gut. Puh, jetzt es ist raus. Andere reden oder singen vom Tod und ich fange an, mit den Flügeln zu schlagen. Hm. Seltsame Verbindung. So wie Baldrian, der mich immer nervös macht. 

Fast fertig ist er, der Satireband. Wenn ich mich zusammenreiße, dann kann ich meinen Plan fast einhalten und heute die Arbeit abschließen. Es wird eng, wenn ich noch ins Kino will, aber im Zweifelsfall ist morgen auch noch Zeit. Und die erste Lesung, die wieder bei AltA stattfinden soll, wird ohnehin erst nach im Herbst ihren Platz haben und bis dahin vergeht ja auch noch eine Menge Zeit. Oktober. Da ist er wieder. Fein. 

Gesammelte Grüße. Gibt es. An die Gleichgesinnte mit allem was ich habe, an die Gedankenschwester - ja, darüber denken wir wirklich mal nach - und an den Wunschbruder samt Muse. An die Pelztochter und an die Kinoschlampe sowie an D.: wir sehen uns und einen Film. Schließlich noch an meinen Kopf - hallo - und an meine Knie: Schön, dass ihr noch da seid. 

(...)
gotta cut away, clear away
slip away and sever this
umbilical residue
keeping me from killing you
(...)
&quot;Orestes&quot; - a perfect circle</description>
<pubDate>Wed, 26 Apr 2006 16:55:06 +0200</pubDate>
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<title>Noch ein paar Tage bis zum Oktober</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=590</link>
<description>Ein paar Nudeln später. Viel brauche ich nicht. Im Grunde genommen brauche ich sogar sehr wenig. Ein Bett mit einer großen, dicken Decke. Meine Pelztochter, die macht, was sie will. Etwas zu trinken, ein wenig Saft und zwei, dreimal in der Woche etwas Warmes zu essen. Reicht das? Ja, das reicht mir. Mal abgesehen von der Gleichgesinnten, die für Herzwärme sorgt. Mehr brauche ich nicht. Gut, ich brauche meine Gedanken, aber die kann mir auch niemand nehmen. Einen Rechner und meine Kamera. Punkt. Jetzt reicht es. Mir. Und trotz der - wie ich finde - minimalistischen Ansprüche ist das für mich schwer umzusetzen. Schwer umzusetzen. Die kleinen Hürden. Die lästigen Zahlen. Das Dumme an der Sache ist, dass ich weiß, dass diese Durststrecke nicht mehr ewig hält. Nicht mehr ewig. Hat alles einen Sinn. Sinn. Ja. Alles. Muss so sein. Kein Grund, um in Panik zu verfallen. Und manchmal tue ich es dennoch. Oktober. Bis zum 30. September wird mich Frau Feenblau noch begleiten, dann nehme ich Abschied. In Ordnung. Oktober wird so etwas wie ein Neuanfang, da wird sich einiges ändern. Ich mich nicht. Oder nicht gezielt. Hm. 

Leichte Panikattacken, dazu &quot;Plush&quot; von den Stone Temple Pilots - irgendetwas muss mich am Leben halten. Meistens bin ich es selbst. Meistens. Hm. Und wenn ich das Lied noch zehn Mal höre, dann bewerfe ich mich und mein Umfeld auch wieder mit Zuversicht. 

Eine halbe Stunde später. Gut. Es geht mir besser. 

Ich weiß, was ich am Frühling so gar nicht mag: Es sind die Kopfschmerzen, die juckende Nase und das schon früh beginnende Vogelgegröle. Die Knospen, das frische Grün und die ersten Blüten - all das ist schön anzusehen, aber der Geruch ist nicht meine Welt, die Wärme auch nicht. Und, ganz ehrlich: Ich bin immer noch auf der Suche nach der Stunde, die mir genommen wurde. Auch aus diesem Grund ist der Oktober interessant. Alles fügt sich. Der magische Oktober. Schriebe ich darüber eine Kurzgeschichte, käme ich am 30. September ums Leben. Zufällig. Weil mir ein Flugzeug auf den Kopf fällt. Oder weil ich Frau Feenblau zum Händler zurückbringe, dort aussteige und von einem Lastwagen überrollt werden. Zum Beispiel. Na, ich werde auf mich aufpassen und bis zu jenem Tag wird noch einige Zeit vergehen. Vorher will ich noch nach Berlin. Genau. Und das Buch. Eben, Herr Sengbusch, eben: Es gibt noch Pläne vor dem Ableben. Ha. Hier sind wir wieder, der Tatendrang und ich. Nur nicht an die lästigen Dinge denken, sondern einfach handeln. Handeln. 

Und trotzdem ist es mir zu warm. Jetzt.

(..)
And I feel, so much depends on the weather
So is it raining in your bedroom?
And I see, that these are the eyes of disarray
Would you even care? 
(..)
Stone Temple Pilots - Plush

Hm. Ich werde meinen Kopf weiter durchsuchen, manchmal liegen die Lösungen dort, wo ich nicht suchen will, weil ich mir sicher bin, dass ich da ohnehin nichts finde. Und oft liegen dort, wo ich es nicht vermute, die schönsten Gedankenperlen. Mal sehen, was ich heute Nacht noch finde, ich bin gar nicht so übel gelaunt, wie ich mir einreden will - es gibt noch genug Lächeln in mir, um die kleine Welt zum hüpfen zu bringen. Jetzt? Jetzt.</description>
<pubDate>Mon, 24 Apr 2006 23:19:29 +0200</pubDate>
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<title>Bumerang und Missgunst</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=589</link>
<description>Ich kann mich noch ziemlich gut erinnern, auch wenn es 29 Jahre zurückliegt. Ein seltsames Ferienheim auf Sylt, in dem mein Bruder und ich fast sechs Wochen verbringen mussten. In den Sommerferien. Neun Jahre war ich alt, das weiß ich noch. Hm. Ganz sicher bin ich mir nicht. Vielleicht waren es auch nur fünf Wochen, das weiß ich nicht mehr. Aber sonntags gab es Süßigkeiten. Auf einem Extra-Teller. Vor dem Mittagessen. Oder auch vor dem Frühstück. Und ich bekam zweimal nichts, weil ich in der abgelaufenen Woche zu viel Unfug angestellt hatte. Kein Mars, kein Snickers, ein leerer Teller. Schade, aber ich wusste, warum das so war. Wer unehrlich ist und Unsinn macht, wird das ernten, was er verdient. Hm. Ich kann nicht sagen, dass ich ab jenem Sommer so gelebt habe, aber es sind die Erfahrungen, die ich gesammelt und verwertet habe, um jetzt so zu leben. Ich achte nicht so sehr darauf, was die anderen auf ihrem Teller haben, der meine ist mir wichtig und ich vergleiche nicht den Inhalt. Warum auch? Am Ende bekommt jeder das, was er verdient. Und wer Neid und Missgunst an den Tag legt, wird eben das von anderen zu spüren bekommen. Denke ich. Wie ein Bumerang. Ich wirke auf andere, dann wirken andere auf mich. Andere wirken auf mich, ich kann wieder reagieren - was sicher eine kompliziertere Übung ist. Ich merke es immer dann, wenn mir Menschen feindselig gegenübertreten und ich versuche, ruhig und freundlich zu bleiben. Nicht so einfach. Und bei Neid ist es noch schwieriger, denn dieses Gefühl ist kaum mit einem Lächeln aus der Welt zu schaffen. Oft wirkt es dann noch provokativ, auch wenn ich es nicht so meine. Es gibt Menschen, die nähme ich gern beiseite, schenkte ihnen Lächeln und zeigte ihnen, was sie an sich haben. Doch weiß ich, dass eben diese Menschen nicht in der Lage sind, den anderen einfach so zu lassen, wie er ist, dass sie immer wieder von sich selbst ablenken, indem sie auf den anderen zeigen. Was kann ich tun? Diese Menschen ignorieren? Lächeln? Es ist schwierig, wenn Menschen so laut sind, dass sie sich selbst nicht hören können - und seltsamerweise beschäftigen mich solche Menschen mehr als andere. Die Reflektierten, die In-sich-Ruhenden, die Nachdenklichen kann ich gut leiden, mich stundenlang mit ihnen austauschen, weil die Welt dann eins ist. Bei den anderen sehe ich Grenzen, die ich nicht überschreiten kann und darf, was ich als Belastung empfinde. Ja, das ist so. Die meisten Missverständnisse klären sich mit dem Satz auf, der mit den Worten beginnt: &quot;Ich dachte, Du meintest...&quot; Ganz ehrlich: Ist das nicht seltsam? Da feilen die Menschen jahrhundertelang an einem Kommunikationsmittel wie der Sprache, um sie dann nur im eigenen Kopf zu benutzen und daran zu scheitern, eine Frage zu stellen oder ein Problem anzusprechen. Hm, Herr Sengbusch, da können sie noch so viel darüber schreiben, wie sie wollen - diese Dinge werden sich so schnell nicht ändern. Nein, so schnell nicht, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Menschen lernfähig sind, dass sie irgendwann in der Lage sind, das Ganze zu sehen und den Teil, den sie beitragen, nicht zu werten. Denke ich. Hoffe ich. Glaube ich.

Hm. Sehr nachdenklich bin ich nun. Sehr. Mein Kopf brennt. Innen. Ich werde Wasser suchen, einen Katastrophenalarm kann ich nun nicht brauchen. Und ein winziger Funke glimmt auch mit dem Gedankengang, das Tagebuch zu schließen, die Menschen machen mich weinen.</description>
<pubDate>Thu, 20 Apr 2006 13:47:30 +0200</pubDate>
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<title>Der späte Schritt in die Offensive</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=588</link>
<description>Ich habe immer gesagt, dass ich an den richtigen Zeitpunkt glaube. Es gibt für alles einen Zeitpunkt, es gibt Momente, in denen ich den Weg mehr denn je selbst bestimmen kann. Heute ist so ein Moment. Heute? Jetzt ist dieser Moment. Jetzt. Ich bin bereit, es ist so wie bei meinem Lieblingsfilm: &quot;Es wirkt, er glaubt an sich.&quot; Ja, jetzt glaube ich an mich, jetzz, in diesem Moment glaube ich daran, dass ich nicht nur Unsinn produziere, sondern dass auch ein Teil von dem, was ich erschaffe von Wert ist. Für andere. Der 17. April 2006 ist für mich ein wichtiger Tag, weil ich ihn dazu mache. Ganz einfach. So. Frei nach dem Fußball-Gesang: Jetzt geht's los. Ungefähr. Jetzt gehe ich los, jetzt gehe ich in die Offensive, in die mich schon so viele haben drängen wollen. Aber das Spiel hat gerade erst begonnen und bis zum Finale ist es noch ein weiter Weg, von nun an zählen nur noch Siege. 

Neue Musik. Fein geworden, ein guter Anfang. Wie alles andere heute auch.

Die Gleichgesinnte ist noch immer krank. Wirklich ärgerlich. Ich kann nicht viel tun, nur zuhören und, äh, jetzt vorbeifahren. Was für ein Glück, dass die Autobahn zwischen uns ist und nicht irgendeine Mauer. Oder ein reissender Fluss ohne Brücke. Ein Ozean. Eine Weltmacht. Was auch immer. Es ist nur eine kurze Fahrt und dann kann ich dafür sorgen, dass es der Gleichgesinnten besser geht. Gut. Das finde ich sehr gut. Die Pelztochter ist draußen und wird sich freuen, wenn ich morgen früh zurückkehre. So ist es recht. Außerdem habe ich so noch die Möglichkeit, ein wenig durch den Regen zu fahren und das Wetter zu genießen. Schön, ja, das gefällt mir alles sehr gut. Und Frau Feenblau freut sich über etwas Bewegung. Fein. </description>
<pubDate>Mon, 17 Apr 2006 23:47:49 +0200</pubDate>
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<title>Bräuche der Verdunklung</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=587</link>
<description>Das ganze Dorf ist auf den Beinen. Vermutlich. Es gibt sicher ein paar Ausnahmen und ich gehöre dazu. Ich habe die Fenster längst verschlossen und verzichte auf den Geruch des Feuers. Im Grunde genommen mag ich ihn und ich habe für einen Moment lang mit dem Gedanken gespielt, doch zu diesem großen Feuer zu gehen, mich etwas entfernt niederzulassen und den Flammen zuzusehen. Nicht mehr und nicht weniger. Irgendjemand hätte mich dann dort vermutlich doch entdeckt und mich angesprochen. Um der alten Zeiten Willen. Oder der Höflichkeit wegen. Für die Kommunikation. Nein. Ich möchte das Feuer genießen, nicht mehr. Zu viele Menschen, zu wenig Mystik. Denke ich. Zwei kleine Buden, eine für Getränke und eine für Wurst und Brot, die Menschen haben all das, was sie brauchen. Aber zufrieden ist dennoch niemand. Hm. Ich bin auch nie zufrieden, aber eine Nacht am Lagerfeuer wäre schön. Wie früher. Heute muss jede Flamme behördlich genehmigt werden und darf nur am Wochenende stattfinden. Seltsam. Vermutlich gibt es für diese Beschränkungen einen Grund, den ich nicht erkennen kann. Vermutlich. Es ist schon erstaunlich, was die Menschen alles beschränken, nur weil sie eine Gefahr darin sehen. Hm. Wie auch immer. Auf dem Weg von der Gleichgesinnten nach Hause habe ich die Feuer überall gesehen, Rauch über den Feldern, den Dörfern, die Sonne war kaum zu sehen. Kaum. Ich habe noch darüber nachgedacht, ein paar Fotos zu machen, aber tatsächlich hielt sich die Lust in Grenzen. In meinem Kopf habe ich das festgehalten, dort ist es auch definitiv sicher aufgehoben als auf einem Speicherchip oder einer Festplatte. Irgendwo. 

Marilyn Manson - Another brick in the wall. 

Die Gleichgesinnte ist krank. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Trotzdem hatten wir gestern einen feinen und vor allem einen ruhigen Abend mit zwei zauberhaften Filmen: &quot;Elizabethtown&quot; sowie &quot;Stolz und Vorurteil&quot;. Der Erstgenannte hat es geschafft, in meinen persönlichen Olymp einzuziehen, dieser Film ist einfach wundervoll und großartig. Hm. Vielleicht mache ich mal eine Liste mit meinen Lieblingsfilmen - nicht so ausführlich wie die Gedankenschwester, aber genug, um darin alle Namen aufzuführen, die mir etwas bedeuten. Ich weiß, dass J.M. mal gesagt hat, Tabellen und Statistiken seien etwas für Männer. Dann darf ich das auch alles auflisten. Meine Lieblingsalben dann auch noch. Die &quot;Für alle Zeiten Besten&quot; - oder so ähnlich. Ich schweife ab. Die Gleichgesinnte ist immer noch krank, vielleicht hat sie mich gestern Nacht noch angesteckt, wer weiß. Schade, nur, dass dann heute der Besuch der Eltern ausfiel, darauf hatte ich mich wirklich gefreut. Aber es wird noch mehr Wochenenden geben und die Störche werden auch noch länger vor Ort sein. Ganz sicher. Die Gleichgesinnte wird ja auch wieder gesund. Zum Beispiel. 

Meinem Finger geht es wieder sehr ordentlich, die leichte Schwellung finde ich spannend, ist aber nicht hinderlich. Die Gitarre sieht darin auch kein Problem, ich habe es nun lange genug getestet. Ein wenig schmerzt es noch, vor allem dann, wenn ich versuche, eine Faust zu machen. Hm. Ich überlebe, so schlimm ist es wirklich nicht. Ein dauerhafter Schaden, so wie ihn D. am Mittwoch befürchtete, ist sicher nicht zu erwarten. Und wenn schon, ich habe zehn Finger und ich lebe, kleine Katastrophen machen das Dasein nur noch interessanter. Denke ich. Warum immer alles ordentlich, ruhig und friedlich verlaufen muss, verstehe ich in dem Zusammenhang nicht. Die von mir oft zitierte Nulllinie, auf der sich viele Menschen bewegen, macht mir Angst. Wenn die Amplitude nicht hinreichen Ausschläge verzeichnet, dann bekomme ich Ausschlag. Ungefähr. Das bedeutet auf der anderen Seite nicht ein Leben in Gefahr, aber ein Leben, dass ich genieße. Und wenn die Gleichgesinnte jetzt Ruhe einkehren lassen muss, weil sie in der Woche an ihre Grenzen gegangen ist, so ist das ein ganz normaler Vorgang. Finde ich. Anders ergeht es mir in solchen Situationen auch nicht: Bei Vollgasfahrten wird der Treibstoff schneller verbraucht und ich muss früher zu Tankstelle. Oder so ähnlich. 

Bevor ich mich in meinen Kopf zurückziehe, will ich noch ein paar Grüße loswerden. Ein paar, nicht zu viele. An die Gleichgesinnte im Bett, immer und immer wieder. An die Klotis - liest sich lustig - und an das kleine A. nebst den Brettgenossen: Den Platz in der Kammer bewohne ich gern. Außerdem noch an AltA, in dieser Woche ist ein Tee fällig, und an M. in Afrika, die Musik ist schön und hat etwas bewirkt. Zuletzt an die Pelztochter, die heute Geburtstag hat und darauf ebenso wenig Wert legt, wie ich. Fein. Und jetzt verkrümle ich mich wie trockenes Brot. Gute Nacht.</description>
<pubDate>Sun, 16 Apr 2006 23:56:38 +0200</pubDate>
</item>
<item>
<title>Den Mond halten</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=586</link>
<description>Hm. Wenn ich mal viel Geld haben sollte, dann weiß ich schon, was ich mache: Ich lasse den Tragbaren reparieren. Punkt. Mehr will ich gar nicht. Mit dem defekten Laufwerk komme ich noch zurecht, die verklemmte Umschalt-Taste ist auch kein massives Problem, aber doe Stromzufuhr entwickelt sich langsam zum Gefahrenherd. Vielleicht sterbe ich im Bett, weil mein tragbarer Rechner Feuer fängt. Oder ich erfahre Strom ganz neu. Hm. Das ist wirklich lästig. Und gefährlich. Dabei habe ich den Guten noch nicht einmal ganz bezahlt, sehr dumm. Na, wenn es brennt, dann stehe ich hoffentlich so weit im Regen, dass ich keine Probleme mit dem Flammen habe. Wie auch immer: Jetzt funktioniert er, nachdem ich eine halbe Stunde am Kabel geruckelt habe. Immerhin. Hallo Titan, schön, dass Du da bist.

Der Mond macht mir Spaß und auch wenn erst morgen Nacht die volle Blüte zu sehen sein wird, so habe ich heute schon ein paar Bild gemacht. Das Licht und die Motive nutzen. Ich sehe mir die Ergebnisse morgen an, heute bin ich wirklich müde, ein wenig Schlaf ist jetzt nicht verkehrt. Wie gut, dass ich noch rechtzeitig erfahren habe, dass morgen ein Feiertag ist, dass ich noch einkaufen konnte und dass ich nun auch weiß, dass mich morgen niemand stören wird. Die Welt ist mit der Familie im Frieden, die Arbeit ruht. Dann kann ich ungestört arbeiten, niemand wird mich etwas fragen. Schön. Aber jetzt bin ich müde. Und leer im Kopf. Nicht ganz, aber fast. Vielleicht fülle ich den Kopf mit ein paar Träumen wieder auf. 

Gute Frage: Warum können Blumen sprechen? Diesen Satz rahme ich mir ein und genieße das Kichern, bis ich nicht mehr lächeln kann. Gute Nacht, Armin</description>
<pubDate>Fri, 14 Apr 2006 03:21:44 +0200</pubDate>
</item>
<item>
<title>Kein Kaiserschnitt, viel Pressen</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=585</link>
<description>Wenn nicht unzufrieden bin, ist die neue Geschichte dann gut? Eine ketzerische Frage. Wirklich. Ich bin müde und ich bin zumindest so weit zufrieden, dass ich wieder etwas geschrieben habe. Wenn ich ehrlich mir selbst gegenüber bin, dann muss ich in dieser Woche noch eine Geschichte schreiben. Kein Jammern. Ein Text fertig, der nächste kann kommen. Oder er will. Immer weiter, wieder einen Fluss finden, in dem ich schreiben kann. Wird alles kommen, ich weiß, ich arbeite ja auch daran. Gut. Und eine Geschichte ist eine Geschichte. Immerhin. Herausgepresst, aber sie ist geschrieben. Gut so. 

Aua. Ich habe mir heute Abend den Finger ausgekugelt. So schlimm? Müssen Männer immer jammern? Nein, nicht immer, aber die letzten beiden Gliedmaßen standen im rechten Winkel ab und bei dem Gedanken daran, bekomme ich gleich Phantomschmerzen. Aua. Der Finger ist angeschwollen, ich habe noch nicht ausprobiert, ob die Gitarre damit noch bespielbar ist. Mensch. Den Finger ausgekugelt. Nicht beim Schach, nicht mein Judo oder beim Ringen, nein, beim Fußball. Fast so krude, wie ein Ertrinken in der Sahara. Aua. Nicht die Sahara, sondern der Finger. Ich mache kein Foto - nur dann, wenn er grün und blau wird. Nur dann. Gelb zählt nicht.

Und jetzt schlafe ich. Der Tragbare hat treue Dienste geleistet heute Abend, ich bin wirklich müde und ich kann jetzt auch ruhen. Und ich kann morgen arbeiten. Gut gemacht, Armin. Und jetzt schalte ich alles aus. Ah, für das Protokoll: In der Endlosschleife leierte Kosheen mit &quot;I want it all&quot; - passend. Wenn auch nur bedingt zur neuen Geschichte. Gute Nacht</description>
<pubDate>Wed, 12 Apr 2006 03:49:42 +0200</pubDate>
</item>
<item>
<title>Gedankenpausen und Krämpfe</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=584</link>
<description>Hm. So langsam, wirklich sehr langsam schiebe ich Ordnung in mein Leben. Sehr langsam. Mir geht das zu langsam, aber ich kann nicht schneller. Nein. Jetzt gibt es auch noch Berge von Müllsäcken, die ich entsorgen muss. Berge? Hm. Vielleicht sind es nur Hügel, aber es ist schon erstaunlich, was ich alles sammle, um nicht wegzuwerfen. Genau, es geht nicht um das Sammeln von bestimmten Gegenständen, ich fürchte lediglich, dass ich etwas, dass ich entsorgt habe, doch noch gebrauchen könnte. So wie die rote Farbe, die ich heute Morgen vergeblich gesucht habe. Weg. Ich weiß auch, wann ich sie vernichtet habe: bei der vorletzten Aufräumaktion. Demnach sind die Feldzüge im Namen der Ordnung also Unsinn? Hm, Feld- und Kreuzzüge sind immer unsinnig, das Aufräumen hat aber schon seinen Sinn. Denke ich. Die Schwierigkeit ist nur, herauszufinden, was denn nun wirklich dem Untergang geweiht werden muss. Immer diese Entscheidungen.  Warum habe ich nur die rote Farbe in einen Mülleimer geworfen, da hat es sicher 100 andere Dinge gegeben, die ich lieber hätte vernichten können. Na, nun ist es zu spät und ich habe mir heute Morgen anders geholfen. Rotwein und Zucker. Keine perfekte Lösung - im wahrsten Sinne -, aber es hatte den erwünschten Effekt. Ich werde die Serie noch einmal angehen, die Idee gefällt mir. Und ich werde noch mehr Motive finden, das weiß ich. Hm. Gute Idee für den Montag.

Aber zu viel Euphorie will ich nicht aufkommen lassen, ich bin auch ein wenig enttäuscht. Von mir. Das Schreiben einer weiteren Geschichte ist in der vergangenen Woche fehlgeschlagen, was an vielen Dingen lag, in erster Linie aber an mir. Ja. Ich kann so viele Ausreden finden, warum ich keine Ruhe, keine Kraft für ansprechende Zeilen hatte, aber letztlich ist es eine Frage des Willens. Meines Willens. Wenn ich es wirklich, ja, wirklich gewollt hätte, dann wäre eine Geschichte entstanden. Wirklich? Ja, wirklich. Ich schaffe es auch wieder, wenn ich genug Druck auf mich ausübe. Genug. Noch mehr. Ich schaffe das schon.

Hm. Die Gleichgesinnte weilt in Köln. Schade. Seit gestern. Die Option, sie sehen zu können fehlt mir. Sie fehlte mir gestern schon, auch wenn ich ohnehin gern allein geblieben wäre. Aber es geht um die Option. Na, Mittwochabend ist sie wieder zurück, es ist ja kein undurchschaubares Zeitsüppchen, vor dem ich sitze. Alles ist gut. Und es wird besser. 

Ich mache mich jetzt mal an den Rest der Arbeit, die ich vor mir hergeschoben habe. Fertig werden. Und dann wieder meinen Kopf von der Leine lassen. Auslauf für die Gedanken. Ohne Führerschein.</description>
<pubDate>Mon, 10 Apr 2006 12:33:21 +0200</pubDate>
</item>
<item>
<title>Aufgeholt und nicht zu faul</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=583</link>
<description>So. Seit gestern wird zurückgeschossen. Von mir. Die Woche kann sich mal gepflegt und nach Fahrplan verziehen, ich habe eine Gegenoffensive gestartet. Gestern. Mit ein paar weckenden und aufgeweckten Worten der Gleichgesinnten lief dann alles besser, um nicht zu sagen: Es war ein guter Tag. Tatsächlich habe ich mich endlich aufgerafft, bewege mich und vor allem den ganzen Unrat in meinen vier Wänden. Ich dokumentiere das, ich möchte mich mit einer Bilderfolge daran erinnern, dass es geht. Manchmal. Noch ein paar Stunden schieben und räumen, dann bin ich mit allem fertig und kann wieder über den Boden laufen, statt zwanghaft schweben zu müssen. Feine Sache, wirklich. Und ich weiß: Wenn außen Ordnung herrscht, dann kehrt sie auch nach innen zurück. Ganz sicher, keine Frage, ich kenne das schon. Ich bin nur zu faul. So, nun ist es raus. Und von dem Leergut kann ich mir einen Getränkeladen kaufen - aber den brauche ich nicht. 

Ha. Und dann heute noch ein gutes Gespräch, die nächste Internetseite, die ich zusammenstellen darf. Gegen Bezahlung. Auch gut. Geld ist mir in naher Zukunft sehr willkommen, die Bank wird sich auch darüber freuen. Schön. 

Geräucherte Forelle und Chili-Chips. Lecker.

Hu. Und gestern Abend habe ich schon wieder trainiert: Auch wenn der Körper nicht mehr ganz so geschmeidig ist wie noch vor ein paar Jahren, macht es immer noch Spaß - und die Bewegung tut mir gut. Sehr gut. Bewegung ist immer gut, glaube ich. Aber ich bin faul. Geworden. In dieser Hinsicht. Hm. Und ich schreibe schon wieder viel zu viel, ich will heute noch mit dem Auf- und Umräumen fertig werden. Mal sehen, welche Musik ich mir dann gönne. Vielleicht mal etwas Kräftiges, das kann nicht schaden. 

Heute keine Grüße, aber ein paar Kraftpakete: An die Gleichgesinnte, an AltA, an Smi und an das kleine A. auf der Insel, an die Pelztochter und an R. in Berlin. Ganz viele Pakete an die Gedankenschwester und C., die sich immer dann nicht meldet, wenn es sein sollte. Mensch. Na, wie auch immer. Es ist wieder genug Kraft da, wer etwas braucht, der nimmt sich bitte einfach etwas. </description>
<pubDate>Thu, 06 Apr 2006 16:06:16 +0200</pubDate>
</item>
<item>
<title>Woche zu verschenken</title>
<link>http://www.sengbusch.com/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=582</link>
<description>Es ist fast Mittwoch. Fast. Noch ein paar Minuten. Fast eine halbe Stunde. Eine ganze halbe Stunde. Und ich habe noch immer keinen Startpunkt für diese Woche gefunden, ich treibe wie ein Korken durch das Wochenwasser. Ohne Richtung. Die Flasche ist längst untergegangen, ich wippe mit den Wellen auf und ab und warte auf irgendetwas. Auf irgendetwas. Vielleicht eine Strömung. Eine Windbö. Was weiß ich. Natürlich, das ist dumm. So dumm, wie ein Korken eben ist - und genau genommen bin ich ja kein Korken, sondern ein Mensch. Aber in dieser Woche will ich nicht selbst den Startschuss geben, da will mitgenommen werden. Irgendwo hin. Klingt so antriebslos, Herr Sengbusch. Mja, das ist es auch. Hm. Mir fehlt es an Kraft, ich wanke vorwärts, erfülle die Pflicht nicht einmal halb und wünsche mir die Kür, um sie dann auszulassen. Ach, ich bin auch kein Eisläufer, das ist alles Mumpitz, mein bester Armin. Wirklich. Reiß Dich zusammen. Sehr wohl, das werde ich tun. 

Ach, doch noch einmal. Ich glaube, es liegt an der Pflicht, an den Internetseiten, an den profanen Dingen, die zum Überleben wichtig sind. Eine Stadionzeitung. Puh. Wenig aufregend. Meine Geschichte für diese Woche muss ein wenig Geduld haben, ich stecke fest. Ärgerlich. Und Ingas und mein Satireband. Alles in der Röhre, die meine Gedanken aus dem Kopfinneren nach außen fließen lässt. Vermutlich steckt ein Korken am Ende, so dass nichts herauskommen kann. Diesen Korken sollte ich mal entfernen und auf das Meer hinauswerfen. Vielleicht stecke ich auch in der Röhre und blockiere mich selbst. Vielleicht drehe ich mich auch im Kreis, wer weiß. 

Hrmpf. Ich gönne mir jetzt ein Glas Wein, ich denke, das wird mir gut tun. Ein wenig. Morgen wird ein kurzer Tag, morgen werde ich mit der Gleichgesinnten Fotos machen, die Zeit wird schnell vergehen. Ob ich abends mit der Kinoschlampe in die Sneak gehe, ach, das weiß ich noch nicht. Müsste ich jetzt entscheiden, dann sagte ich nein. Morgen mag das anders aussehen. Vielleicht finde ich einen Griff an dem Wochenzug, so dass ich doch noch aufsteigen kann. Irgendwie. Im anderen Fall bleibe ich am Bahnhof sitzen. Oder ich ordere einen Sonderzug und mache meine eigene Woche. Genau, so wird's gemacht. Gute Idee. Morgen steige ich in meinen Wochenzug und fahre erster Klasse. Pah. Was für ein Gejammer, Herr Sengbusch!

Genau, und um den Tag noch positiv abzurunden: Nicht vergessen sollte ich, dass ich heute noch Abendblatt-Fotos machen durfte. Sprungewaltige Volleyballer. Klasse. Ein kleiner, aber immerhin ein Höhepunkt an diesem Tag. Ich verschenke diese Woche und suche mir eine neue. Punktum. Und dann hört auch hoffentlich das Gequengel auf.</description>
<pubDate>Tue, 04 Apr 2006 23:57:50 +0200</pubDate>
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